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schach almanach - Weltmeisterschaft

Weltmeisterschaft 2008

Anand gegen Kramnik in Bonn

Die beiden wichtigsten Ereignisse des Nahschachs finden 2008 in Deutschland statt. Den Auftakt mach das Match um die Weltmeisterschaft zwischen Viwanathan Anand und Wladimir Kramnik, bevor in Dresden die Olympiade stattfindet.

Nachdem der Weltmeister 2007 in einem Turnier ermittelt wurde, kehrt die Fide in diesem Jahr zum bewährten und von den meisten Schachfreunden bevorzugten "Mann gegen Mann" zurück.

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Die Fakten zur WM

Titelverteidiger: Anand Viswanathan Anand (Indien)
*11.12.1969 in Madras, Großmeister seit 1987 - Anand wurde beim Turnier in Mexico City 2007 erstmals "Weltmeister aller Klassen". Zuvor war der Inder beim World Cup 2000 bereits Weltmeister der Fide geworden, als die Schachwelt noch zwei Weltmeister ausspielte. 1995 forderte Anand Garri Kasparow um den Titel im klassischen Schach heraus, unterlag aber. Auch gegen Anatoli Karpow war Anand unterlegen, als er diesen bei der Fide-WM 1997 herausforderte.
Herausforderer: Kramnik Wladimir Kramnik (Rußland)
*25.6.1975 in Tuapse, Großmeiser seit 1992 - Kramnik wurde als Kandidat für die Weltmeisterschaft 2000 gesetzt, obwohl er beim Kandidatenfinale zwei Jahre zuvor gegen Alexei Shirow unterlegen war. Dessen Partie gegen Weltmeister Kasparow kam aber nie zustande. Bei der WM 2000 in London besiegte Kramnik den langjährigen Weltmeister sensationell, ohne eine einzige Partie zu verlieren. 2004 verteidigte Kramnik in der letzten Partie seinen Titel erfolgreich gegen den Ungarn Peter Leko. Bei der Wiedervereinigungs-WM 2006 gegen Wesselin Topalow war Kramnik im Tie-Break erfolgreich. Beim Turnier in Mexico City 2007 verlor Kramnik nach sieben Jahren seinen Titel an Anand.
Termin: 14. bis 31. Oktober
Gespielt wird jeweils ab 15 Uhr an den Spieltagen 14.10. (Di), 15.10. (Mi), 17.10. (Fr), 18.10. (Sa), 20.10. (Mo), 21.10. (Di), 23.10. (Do), 24.10. (Fr), 26.10. (So), 27.10. (Mo), 29.10. (Mi), 31.10. (Fr)
Ein eventueller Tie-Break wird am Sonntag, den 2.11. ab 15 Uhr gespielt.
Ort: Bundeskunsthalle, Bonn
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4, Museumsmeile, Bonn
weitere Infos: www.bundeskunsthalle.de
Modus: 6½ Punkte sind bei klassischer Bedenkzeit erforderlich
Weltmeister wird, wer zuerst 6½ Punkte erzielt hat, wobei ein Remis als halber Punkt gewertet wird. Die Bedenkzeit pro Spieler sind 120 Minuten für 40, weitere 60 Minuten für die nächsten 20 Züge. Für die restliche Partie stehen 15 Minuten plus einer Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug zur Verfügung.
Steht es nach zwölf Partien 6:6, wird am 2.11. ein Tie Break gespielt. Dabei werden vier Schnellpartien mit 25 Minuten Bedenkzeit plus 10 Sekunden pro Zug absolviert. Steht auch danach noch kein Sieger fest, wird zweimal geblitzt: Es stehen dann 5 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug zur Verfügung. Ist auch dann nicht der Sieger klar, wird eine weitere Blitzpartie gespielt: Weiß hat dann 6 Minuten, Schwarz 5 Minuten Bedenkzeit, wobei Weiß für den Gesamtsieg gewinnen muß.
Wer zuerst mit Weiß spielt wird bei der Eröffnung ausgelost. Nach der sechsten Partie wird gewechselt, in der sechsten und siebten Partie bleiben also die Farben gleich. Vor den Tie Breaks wird neu gelost.
Tickets: Ab 35 € für Normalzahler
Erwachsene zahlen für einen Tag 35 € Eintritt. Als Gegenleistung bekommt man nicht nur den Eintritt zum Spielsaal im Forum, sondern auch zur Kommentatorenlounge in der Ostgalerie. Dort kommentieren Klaus Bischoff, Artur Jussupow und Helmut Pfleger. Hier finden auch Talks mit Prominenten statt. Dazu gibt es noch ein Programmheft.
Wer wert auf eine Sitzplatzreservierung im Kommentatorenraum und in der ersten Reihe des Spielsaals legt, muss 280 € für das VIP-Ticket berappen, das es nur direkt beim Veranstalter gibt. Zu diesem Preis gibt es als Bonus nicht nur Zutritt zum VIP-Raum mit Verpflegung, sondern auch ein Holzschachset mit den Unterschriften der Spieler.
Anreise: Per Bahn, Auto und Flugzeug gut erreichbar
Die Bonner Bundeskunsthalle ist mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Der Bahnhof Siegburg/Bonn wird bequem mit ICE z.B. aus Frankfurt (40'), Mannheim (75'), Dortmund (1,5 Std.), Karlsruhe (2 Std.) und München (4,5 Std.) erreicht. Von dort aus benötigt die Stadtbahn 66 in Richtung Godesberg 28 Minuten bis zur Heussallee.
Der Bonner Hbf kann mit IC/EC u.a. vom Köln in 20 Minuten erreicht werden. Von dort fahren die Stadtbahnlinien 16, 63 und 66 innerhalb von fünf Minuten zur Heussallee.
Auch mit dem Flugzeug ist Bonn gut und günstig erreichbar. So stehen z.B. von Berlin, Leipzig, Dresden und München ab 38 € Hin- und Rückflüge mit Germanwings zur Verfügung. Auch von Zürich und Wien gibt es Verbindungen. Mit TuiFly ist Bonn von Berlin, Hamburg, Memmingen, Innsbruck, Klagenfurt, Graz und Salzburg zu erreichen. Vom Flughafen geht es mit dem Bus 670 in 30 Minuten zum Bonner Hbf, danach wie oben beschrieben weiter.
Selbst mit dem Auto ist die Anreise kein Problem, stehen doch in unmittelbarer Umgebung der Museumsmeile reichlich Parkplätze zur Verfügung, die auch einigermaßen bezahlbar sind. Das Parkhaus nahe der Kunsthalle kostet so z.B. 5 € am Tag. Die Kunsthalle ist über die Stadtautobahn A 565 von der Abfahrt BN-Poppelsdorf in Richtung Godesberg erreichbar. Der Fernverkehr orientiert sich ab Dreieck Heumar (A3 und A4) in Richtung Bonn, biegt am Kreuz Bonn-Ost auf die A 562 in Richtung Bonn ab. Von der Abfahrt BN-Godesberg geht es rechts direkt auf die Museumsmeile.
Hotels: Hotels ab ca. 60 €
In unmittelbarer Nähe der Kunsthalle stehen einige gehobene Hotels zur Verfügung, darunter auch das vom Veranstalter empfohlenen Viersternehotel Derag Kanzler, das Besuchern der Schach-WM Sonderkonditionen anbietet (ab 96 € pro Nacht im Einzelzimmer). Auch das Martim, Astoria, Jacobs und Burg Dottendorf sind jeweils sehr nahe. Auch günstige Hotels sind natürlich buchbar, liegen aber meist etwas weiter entfernt. Angesichts des guten ÖPNV in Bonn sollte dies jedoch auch kein Problem darstellen.
Rahmenprogramm: Ausstellung im gleichen Haus
Bei der Schach-WM gibt es leider nur Schach zu sehen, das aber sicherlich vom feinsten. In der Bundeskunsthalle findet zum Zeitpunkt der WM die Ausstellung "Rom und die Barbaren - Europa zur Zeit der Völkerwanderung" statt.
Mehr von der Stadt: Museen und Regierungsviertel am Rhein
Wer sich für einen Besuch der Schach-WM entscheidet, hat auch im unmittelbaren Umfeld noch einiges, das sich einen Blick lohnt. Auf der Museumsmeile befinden sich z.B. das hochinteressante Haus der Geschichte (freier Eintritt) und das Museum König. In unmittelbarer Nähe des Spielortes ist auch das alte Regierungsviertel zu besichtigen. In der alten Bonner Innenstadt befindet sich z.B. das Beethoven-Haus. Aber auch wer keine Lust mehr auf Kultur hat, kommt in Bonn auf seine Kosten: In der Bonner Altstadt befinden sich zahlreiche Restaurants und Kneipen, und ein Spaziergang am Rhein ist auch im Herbst noch schön.

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Die Hintergründe zur laufenden Saison mit allen Ligen und Staffeln und den Aufstellungen aller Teams.

Die nächsten Termine

WM: 26.11.-15.12.2008: Kandidatenfinale Topalow - Kamsky in Lemberg (Ukraine) Vorschau

Nationalteam: 3.-14.9.2009: Mannschafts-WM der Frauen in Singapur

Turnier: 6.-7.12.2008: Deutsche Blitzmeisterschaft in Ebersbach/Fils

Vereine: 28.-30.11.2008: Bundesliga in Baden-Baden, Dresden, Emsdetten, München Vorschau

Die laufenden Zyklen

Finale WM 2008Kandidatenfinale WM 2009Qualifikation WM 2011

Siehe auch

aktuell – WM-Nachrichten

chronik – Geschichte der WM

lexikon – Die besten Schachspieler

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